Logo
 
Kloster
Siegfried´s Blog
Online-Bibliothek
ll
 
Leerzeile
Leerzeile
Online-Bibliothek
 

HEILIGER SIEGFRIED VON SCHWEDEN
Legende und Quellen

 
 
Einleitung

Nicht selten werde ich gefragt, wer denn eigentlich der hl. Siegfried gewesen sei, - und warum ich diesen Ordensnamen gewählt hätte. - Es ist natürlich nur ein "klösterliches Gerücht", dass die anderen beiden Namen, die ich dem damaligen Erzabt Notker Wolf für meinen Ordensnamen vorgeschlagen habe, "Lohengrin" und "Tristan" gewesen sind. - Übrigens auch nicht "Parsifal" oder "Tannhäuser". -

Nein, der hl. Siegfried war ein Benediktiner, sogar ein echter "Missionsbenediktiner", weshalb der Name in unserer Kongregation sich sogar einer gewissen Beliebtheit erfreut(e).

Man findet (auch im Internet s.u.) eigentlich recht wenig Informationen über den hl. Siegfried, weshalb ich mich entschlossen habe, seine Legende (und einiges andere Quellenmaterial) zu veröffentlichen, um diese empfindliche "Wissenslücke" - mit Hilfe aus unserer umfangreichen Klosterbibliothek - etwas zu füllen.
 
PAX ET BONUM!

 Ihr

   - Klosterbibliothekar -

Hl. Siegfried mit den Köpfen seiner drei Neffen Winamann, Unamann und Sunamann

I. INFORMATIONEN ÜBER DEN HL. SIEGFRIED AUS DER KLOSTERBIBLIOTHEK:

a) Als erstes möchte ich einmal das Buch vorstellen, dass mich 1998 bei meiner Aufnahme in das Noviziat dazu bewegte, den Namen "Siegfried" ganz oben auf die "3er-Wunsch-Ordensnamenliste" zu stellen, aus die der Abt dann einen der drei Namen auswählt:
 
 


KALENDARIUM
BENEDICTUM

DIE HEILIGEN UND SELIGEN
DES BENEDIKTINERORDENS
UND SEINER ZWEIGE

IM AUFTRAGE
DER BAYER. BENEDIKTINERKONGREGATION

VERFASST VON

P. ALFONS M. ZIMMERMANN O.S.B.
MÖNCH DER ABTEI METTEN
 
 

DRUCK UND VERLAG DER ABTEI METTEN

1933
 


 

(Bd. I. : Voruntersuchung I/II, Kalendarium Jan. - März)
 




15. FEBRUAR

S. Sigfrid (Siegfried), Bischof.


Das Fest des heil. SIGFRID, Bischofs und Apostels der skandinavischen Länder. — Sigfrid, von den isländischen Sagas Sigurd genannt,1 war Mönch von Glastonbury 2 und wurde zum Missionsbischof für Norwegen geweiht. Er wurde der bedeutendste Mitarbeiter des hl. Olaf Haraldson bei der Bekehrung Norwegens. Der apostolische Eifer des Königs wie seines Bischofs beschränkte sich aber nicht auf dieses Land allein. Von Olaf gesandt, ging Sigfrid auch nach Schweden zu König Olaf Erikson (Skötkonung), der in Sigtuna seine Hauptstadt hatte. Es gelang ihm eine Anzahl Männer für das Christentum zu gewinnen und vor allem den König selbst zu taufen — die Überlieferung nennt als Taufort die Quelle Husaby 3 —, aber die überwiegende Mehrzahl der Bauern am Mälarsee wollte von Thor und seinem Hochsitz zu Uppsala nicht lassen. Vor ihrer Gegnerschaft zog sich der König samt dem hl. Sigfrid in das südlicher gelegene Gotland zurück. Hier waren die Erfolge größer; zu Skara konnte der erste schwedische Bischofsitz errichtet werden, für welchen Erzbischof Unwan von Hamburg einen gewissen Thurgot weihte. Einzelnes über die Wirksamkeit des hl. Sigfrid in Gotland ist nicht bekannt. Allein Anschein nach hat er auch in Norwegen wieder gearbeitet und überhaupt eine Art Oberleitung der skandinavischen Mission innegehabt.4  Die letzten Jahre seines Lebens, vielleicht seit dem Heldentod des hl. Olaf Haraldson (1030), wirkte er in der südschwedischen Provinz Värend, wo man später zu Växjö sein Grab verehrte. Das Jahr seines Hinscheidens ist nicht bekannt;5 als Tag gibt das Totenbuch von Malmesbury den 5. April, die nordische Überlieferung dagegen den 15. Februar, an dem auch sein Fest gefeiert wurde.
 

ANMERKUNGEN:
1 Die Hauptfrage ist, ob der von Bremen als erster norwegischer Bischof genannte Johannes   identisch ist mit dem als dritter Bischof bezeichneten Sigfrid. E. Bishop bejaht es mit guten Gründen, ebenso schon G. Dehio, Gesch. des Erzbist. Hamburg (1877), I 154f, dann Willson und Beckman (s. u.). Sicher wissen der Mönch Theodorich und die Sagas nur von  einem Bischof Jön Sigurd; andererseits unterscheidet Adam von Bremen ausdrücklich zwischen Johannes, dem Bischof Olaf Tryggvassons, und den BB Sigfrid und Sigward, und sein Zeugnis ist das gewichtigste. 

2 Daß der Hl. Mönch in Glastonbury gewesen, ergibt sich  aus dem Eintrag im Obituariuin: "Nonas Aprilis obiit Sigefridus Norwegensis Episcopus monaclius Glastoniae ; hic misit iv cappas, ii cum leonibus, et ii croceas" (Willi. Malmesb. Antiquitates Glaston. MGScript XV 325). 
Das Sterbedatum der Sagas (15. II.) kann dem gegenüber keine ausschlaggebende Schwierigkeit bilden. Schmid (lc, 19f), der übrigens die Identität mit dem hl. S. nicht bestreiten will, hat Wilh. Malm. dahin  m i ß verstanden, daß S. in Glastonbury begruben sei.

3 Später s. Sigfridsquelle genannt, in der Reformation verschüttet. In der Kyrkohist. Arsskrift uitgefven af H. Lundström XVII (1916), 84/7 wird der vom hl. Bruno 1008 für die Suigi geweihte Bischof (episcopus noster) mit dein Bekehrer des Königs kombiniert (cf H. S. Voigt, Brun von Querfurt, 121f; 278f). Nils Höger, der bereits in Histor. Tidsskrift XXXIII (1913), 224/9 die gleiche Möglichkeit untersucht hatte, kommt zum Schluß, daß man nichts sagen kann. Wie über den taufenden Bischof hat man auch über den Taufort gestritten. Nat. Beckman weist in Kyrkohist. Arsskrift XI (1910), 214/9 nach, daß die zwei Traditionen, daß K. Olaf zu Husaby, und die andere, daß er in Birgitta källa getauft worden sei, ein und dasselbe besagen. Die besondere Verehrung der
irischen Heiligen Brigida an der Husaby- bezw. Sigfridsquelle betrachtet Beckman übrigens mit Recht als Beweismoment für die englische Herkunft des taufenden Bischofs. Schmid, 54/67 meint, daß durch die Tradition die Zugehörigkeit Husabys zum Dom-Stift Skara erklärt und gestärkt werden soll.

4 Nach Anathon Aall, St. Sunniva og Biskop Sigurd (Hist.Tidsskrift de Kristiania 1897, 315ff) ist B. Sigfrid der Urheber der Legende der hl. Sunniva (BHL 7930, Potthast 1587), deren Kult er begründete und in den Dienst seiner Mission stellte (?). — 
Der Mönch Theodorich wie die Sagas schreiben dem hl. Sigurd den Bau des Benediktinerklosters auf Nidarholm zu; nach Matthaeus Paris, wäre das Kloster 1028 von König Knut gestiftet (vgl. C. A. Lange, De norske Klostres Historie i Micldelalderen, Christiania 21856, 199/201).

5 Zum letztenmal ist S. bezeugt 1029, als er am Begräbnis des Skara-Bischofs Thurgot in Hamburg teilnahm.


QUELLEN:
a) Die einzige, zeitgenössische Quelle für die nordische Mission wäre Adam von Bremen, aber er hat nur Blick für die Bremer Jurisdiktionsansprüche. Auch schwächt er seine Berichte nicht selten durch „dicitur" etc ab. Von Sigfrid spricht er Gesta Pont. Hammaburg. II cc 55, 62; III c 14; IV c 33 (MGScript VII 326ff; ed Schmeidler, 117ff; 124f; 155; 264).

b) Theodorich, Mönch von Nidarholm, verwertet in seiner Historia de antiquitate regum Norwagiensium (vollendet 1177/80) neben Adam von Bremen auch die isländischen Sagas, die bereits die von Adam unterschiedenen Bischöfe Sigfrid und Sigward (von Trondhjem) in einen verschmelzen und mit Olaf Tryggvasson verbinden. Die Edd von Theodorich s. Potthast II 1055.

c) Über die Olaf Tryggvassons Sagas der isländischen Benediktiner Oddr (um 1190) und Gunnlaugr (+ 1218/9) und die spätere Ausgestaltung der Sigfridlegende auf Island überhaupt vgl. Schmid, 23/53.

d) Gesta s. Sigfridi (BHL 7716), nach Angabe der Värend-Bischofslegende 1205/6 vf., offenbar in Växjö; ed Fant, Script. rer. Suec. II 344/64 (mit alter schwedischer Bearbeitung) ; eine bessere Ausgabe bereitet T. Schmid vor. Nach diesem Autor (lc, 53ff ; 89/98) liegt dieser Schrift u. a. auch eine nicht mehr erhaltene Aufzeichnung über die Bekehrungsgeschichte Schwedens zugrunde, die um Mitte des 12. Jhs in Uppland vf. sein muß.

e) Zur späteren Entwicklung der Legende in den einzelnen schwed. Hochstiften und dänischen Chroniken vgl. Schmid, 99ff. — Die Vita s. Sigfridi (BHL 7707), ed Fant lc, 365/70 ist eine kürzere Bearbeitung der Gesta (Historia) s. Sigfridi. — Lektionen aus dem Brevier von Skara (BHL 7708) ed Fant, 371f.
 

LITERATUR:
ActaSSBoll Febr II 847/51 — A. D. Joergensen, Den nordiske kirkes grundlaeggelse og foerste udvilking (Koebnhavn 1878), bes. Anhang, 52/5; 97f. — Edrn. Bishop, Dublin Review XCVI (1885), 142/8 — Abs. Taranger, Den angelsaksiske kirkes indflydelse paa dennorske (Kristiania 1890), 143/80 — H. Hildebrand, St. Sigfrid och hans mission (Historisk Tidsskrift XI [Stockholm 1891], 73/88); zeigt in manchen Punkten eine merkwürdige Unkenntnis — Thom. B. Willson, History of the church and state in Norway (Westminster 1903), 42ff — Toni Schmid, Den helige Sigfrid (Lund 1931); grundlegende Untersuchung, wenn auch m. E. gegen die ältere Überlieferung etwas zu kritisch; pp 129/40 Besprechung der übrigen nord. und deutschen Literatur.
 

KULT:
Beste Darstellung der Entwicklung des Kults bei Schmid lc, 68/ 121. In den nordischen Quellen wurde S. von Anfang an als heilig oder selig bezeichnet. Sein Fest ist zum erstenmal 1292 in Strengnäs urkundl. bezeugt; im 14. bzw. 15. Jh in allen schwedischen (cf G. Lindberg, Die schwedischen Missalien des MA I, Berlin 1924, Sllf) und norwegischen DD. In Schweden war S. neben dem hl. Olaf der große Landespatron. In Dänemark war Roskilde ein Mittelpunkt seines Kults, außerhalb Skandinaviens wurde er nur in Birgittinnenklöstern verehrt. Jetzt Fest noch in Schweden 15. II. (Proprium Patronorum Poloniae et Sueciae, Mecheln 1850, hat ein Off. pr. am 24. II.). Über sein Andenken in den Mrll s ActaSSBoll lc. — Über dem Grab in Växjö (Schmid läßt es dahingestellt, ob es wirklich sein Grab war) errichtete man einen Altar, die Rel. daselbst wurden von den Neuerern des 16. Jhs als „Monument des Aberglaubens" zerstört (cf Bishop lc, 148). Rel. außerhalb Växjö werden erst zu Ausgang des MA mehrfach erwähnt (Schmid, 121).

 

 

b) Die Legende des hl. Siegfried lag bisher in noch keiner deutschen Fassung vor! -
Deshalb wurde exklusiv für diese Website im Scriptorium der Klosterbibliothek der Erzabtei St. Ottilien eine wortgetreue deutsche Übersetzung aus dem lat. »Codex Laurentii Odonis« (14. Jhdt.) von Br. Ambrosius Obermeier OSB angefertigt: Quasi eine "Welt-Erstveröffentlichung", gewidmet allen, die Siegfried heissen und die nun endlich die komplette Legende ihres hl. Namenspatrons nachlesen können, um sie anschließend der Welt mitzuteilen:






c) Last but not least : Die Acta Sanctorum. - Eine unerschöpfliche Fundgrube und wahrer "Quell der Weisheit" (für alle Altphilologen). - Hier wurde von John van Bolland (1595-1665) und seinen jesuitischen Nachfolgern, den sog. Bollandisten, in immer zunehmender Ausführlichkeit alles gesammelt, was man über die Heiligen der Katholischen Kirche nur "sammeln" konnte. Bis 1786 erschienen 52 Bände. 

Über den hl. Siegfried wurde natürlich auch einiges "gesammelt": Hier können Sie es nachlesen (PDF).
 



II. EINIGE INFORMATIONEN ÜBER DEN HL. SIEGFRIED AUS DEM INTERNET:
 

 
SIGFRID, Heiliger

1. H. 11. Jhd. Englischer Missionsbischof, der in Schweden und ev. auch in Norwegen wirkte. Sein Festtag ist der 15.2., sein Attribut ein Zuber mit drei Köpfen. Das Jahr seiner Heiligsprechung steht nicht fest, eine Quelle des 17. Jhd.s nennt 1158. - Adam v. Bremen erwähnt in seiner Hamburgischen Kirchengeschichte einen Sigafridus, der als englischer Bischof in Norwegen, Götaland und Svealand missionierte, ca. 1030 in Hl. Siegfried mit den Köpfen seiner drei Neffen Winamann, Unamann und SunamannBremen war und danach wieder nach Schweden zurückkehrte. Er habe bis in Adams eigene Zeit gelebt. Etwa 100 Jahre später ist in isländischen und norwegischen Quellen ein Bischof Sigurd erwähnt, der Olav Skötkonung taufte und in Växjö (Schweden, Provinz Värend) starb. Vermutlich sind beide identisch. Die Bischofs- und Königschroniken der Provinz Västergötland (Mitte 13. Jhd.) vermelden S.s Wirken dort, die Taufe des Königs in Husaby, seine spätere Tätigkeit in Värend und seinen Tod in Växjö. - Die 1205/1206 aufgezeichneten »gesta beati Sigfridi« sind leider nicht erhalten, so daß weitere Einzelheiten seiner Tätigkeit nur indirekt aus den liturgischen Texten seines Heiligenfestes geschöpft werden können. Das älteste überlieferte Sigfridoffizium (Fassung A) stammt aus dem Ende des 13. Jhd.s und ist im sog. Toresundsbrevier lückenhaft erhalten (als Einband von Rechenschaftsbüchern Gustav Vasas). Eine etwas erweiterte Fassung (B), in Form eines Reimoffiziums, bringt der vom Ende des 14. Jhd.s stammende »Codex Laurentii Odonis«. Die in neun Lectiones erzählte Legende hat in groben Zügen folgenden Inhalt: Erzbischof S. von York kam auf Bitten Olav Skötkonungs aus England über Dänemark nach dem fruchtbaren Landstrich Värend. Dort missionierte er und baute eine Kirche. Während er zum König nach Västergötland zog, überließ er sie seinen drei Neffen zur Obhut. Diese wurden heimtückisch ermordet, ihre Köpfe in einem steinbeschwerten Zuber ins Wasser versenkt. Als S. zurückkam, fand er durch eine Lichterscheinung die Häupter wieder. Der König startete eine Strafexpedition, in deren Folge der Växjöer Kirche zur Sühne Landbesitz übertragen wurde. Im 14. Jhd. wurde S. im Zusammenhang mit einem geplanten Missionszug nach Osten zum Schutzpatron des Reiches (neben Erich dem Heiligen). König Magnus Eriksson gab als Förderer des Kultes 1342 die Stadtprivilegien an Växjö »zur Ehre Gottes und des Hl. S.«, Papst Clemens V erließ 1352 eine Ablaßbulle. Diese Bedeutung S.s spiegelt sich in den Offenbarungen der Hl. Birgitta (VIII, 46). Der Sigfridskult verbreitete sich auch nach Dänemark, Finnland und Norwegen. 

Lit.: ASS Februarii, II, [1864], 848-852; - Adam v. Bremen, Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum, MGH Script. VII, 267-389; - Toni Schmid, Den helige Sigfrid, 1931; - Gotthard Virdestam, Växjö stifts herdaminne, Del 8, 137-146; - Lars-Olof Larsson, Det medeltida Värend, 1964; Tryggve Lundén, Den helige Sigfrid, in: Credo 1957, 97-143; - Alf Önnerfors, Die Hauptfassungen des Sigfridoffiziums, 1968; - Sven Kjöllerström, Sankt Sigfrid, Sigfridslegenden och Växjö stift, in: KÅ 1980, 27-33; - Sven Kjöllerström, S:t Sigfrids färdväg till Sverige, in: SvTK 1981, 1-8; - Sven Kjöllerström, Växjö stifts biskopslängd, in: KÅ 1981, 39-51; - Lars-Olof Larsson, Den helige Sigfrid och Växjöstiftets äldsta historia, in: KÅ 1982, 68-94; - Nordisk Familjebok XXV, 416-417; - Svensk Uppslagsbok XXV, 1068-1069; - LThK IX, 742; - BS XI, 1038. 

Ute Önnerfors 
 

Quelle: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL)
http://www.bautz.de/bbkl/s/sigfrid.shtml (26.03.08)
 
 


 
 
Heiliger Siegfried (Sigurd) von Schweden 

Lebensdaten 
geboren im 10. Jahrhundert in England 
gestorben am 15. Februar um 1040 wahrscheinlich in Växjö (Schweden) 

Vita 
Siegfried (Sigurd) ging als "Apostel von Schweden" in die Geschichte ein. Im 10. Jahrhundert in England geboren, wurde Siegfried Mönch in Glastonbury in der Nähe von Bristol. 

Zunächst geht Siegfried gemeinsam mit dem Wikingerführer Olav I. Tryggvason 995 nach Norwegen. Später missioniert er in Schweden: es heißt, König Olaf Skötkonung selbst habe ihn zur Glaubensverkündigung dorthin gerufen. Später empfängt der König von Siegfried die Taufe. 

Vor dem Widerstand der Bauern flieht der Missionar nach Südschweden. Dort gründet er in Gotland das erste schwedische Bistum zu Sakara. 

Es heißt, er sei in Växjö, wo er sein Missionswerk als "Apostel der Schweden" einst begonnen hatte, an einem 15. Februar um 1040 gestorben. Legenden erzählen, Siegfried sei nach seinem Tod im dortigen See versenkt worden. Anderen Berichten zufolge wurde er in Växjö begraben und seine Gebeine zur Zeit der Reformation vernichtet. Seit dem 13. Jahrhundert wird der heilige Siegfried in Schweden, aber auch in Dänemark, Norwegen und Finnland verehrt. 

Namensbedeutung
Siegfried bedeutet "siegreicher Schütze" (althochdeutsch). 

Namensableitungen 
Von 'Siegfried' können folgende Namen abgeleitet werden: Siegfrid, Sigurd, Sigrun, Friedel, Fried, Friedo. 

Darstellung 
Siegfried von Schweden wird oft als Bischof dargestellt. Manchmal steht er auf einem Schiff und segnet das Meer, während er vom Teufel bedroht wird. Andere Abbildungen zeigen ihn mit einem Kübel, in dem sich drei abgeschnittene Köpfe befinden. 

Patron
Siegfried ist Patron von Schweden. 

Heike Harbecke

 

Quelle: Kirchensite - Heiliger Siegfried (Sigurd) von Schweden
http://kirchensite.de/index.php?myELEMENT=62587 (26.03.08)
 


 
 
Sigfrid of Wexlow, OSB B (AC)
(also known as Sigfrid Växjö)

Born in Glastonbury, England (?); died at Växjö, Sweden, c. 1045; canonized by Pope Adrian IV (?). 

Untrustworthy accounts say that the patron saint of Sweden is an Englishman, Sigfrid, who reached Sweden as a result of a call from King Olaf Tryggvason of Norway, who had been converted himself by another Englishman, Saint Alphege. Sigfrid is said to have been born in Northumberland, become a priest at York or Glastonbury, and was sent by King Ethelred as a missionary to Norway with two other bishops, Grimkel and John. 

They labored under the protection of the archbishop of Bremen (Germany). After converting many pagans, Sigfrid continued on to Sweden in 1008. Saint Ansgar had planted the seeds of faith in Sweden in 830; but the country had relapsed into paganism soon after his time. A second wave of missionary saints, including Sigfrid, followed about two centuries later. 

There he built himself a wooden church at Växjö in southern Sweden, and labored with success in the Smaeland and Västergötland districts. He converted twelve of the principal men of the province, then many others followed their example. The fountain near the mountain of Ostrabo, since called Wexlow) in which Sigfrid baptized the catechumens, long retained the names of the first 12 converts, engraved on a monument. 

Others, including the King Saint Olaf Skotkonung of Sweden, were attracted out of curiosity to see the rich fabrics and beautiful vessels used during the celebration of the Mass, to hear his preaching, and to observe the dignity and majesty of the Christian worship. That attracted them first. But it was the example of the lives of Sigfrid and his companion missionaries that open their eyes of faith and led to the baptism of so many others including the king, who was baptized at Husaby (one of the sites in Sigrid Undset's Kristin Lavransdatter) in a spring that later bore Sigfrid's name and was the channel of many miracles. 

Sigfrid ordained and consecrated two native bishops to govern neighboring territories, but he retained the episcopacy of Växjö while he lived. His three nephews - Unaman, a priest; Sunaman, a deacon; and Winaman, a subdeacon -were his chief assistants in his apostolic efforts. 

Sigfrid also labored in Denmark. During one of Sigfrid's absences from Sweden, he instructed his three nephews to carry on the missionary work. A troop of idolatrous rebels - perhaps out of hatred for Christianity, perhaps in search of booty - plundered the church of Växjö and barbarously murdered Sigfrid's nephews by cutting off their heads, putting them in a box, and flinging them into a lake. The bodies they buried in the midst of the forest where they were never found. 

Sigfrid returned, recovered the three heads and claimed that they could still talk. He asked whether the crime would be avenged. "Yes," replied the first head. "When?" asked the second. "In the third generation," answered the third. And so it was. The saint had brilliantly used the dead heads to terrorize his living enemies. Their heads were placed in a shrine. The king was angered by their deaths and resolved to execute the murderers, but at Sigfrid's earnest entreaties Olaf spared their lives - an early testimony against capital punishment. Olaf compelled the guilty to pay a heavy fine to Sigfrid, but the saint refused to accept it even though he was living in extreme poverty and had to contend with rebuilding his church. Thenceforth, he was invincible. 

The saint became so renowned that the Germans claimed him as their own, insisting that he had been born either in Bremen or Hamburg. He died in old age, and his bones rest beneath the high altar of the cathedral of Växjö, and were famous for miracles. Sigfrid was so successful that he is called the Apostle of Sweden, where he is still venerated. A metrical office for his feast survives in both Sweden and Denmark. 

He is reported to have been canonized by Pope Adrian IV, but there is no proof it (Attwater, Benedictines, Bentley, Delaney, Farmer, Husenbeth, Walsh). 

Saint Sigfrid is pictured as a bishop with two companion monks crossing the sea in a ship. He may also be shown baptizing King Olaf of Sweden, or menaced by devils. There is a 14th century wall-painting possibly of him at Stoke Orchard, Worcestershire (Roeder). He may also be represented as a bishop carrying the heads of his three nephews, which are sometimes misrepresented as three loaves (Farmer). 
 
 

Winaman, Unaman & Sunaman, OSB Monks MM (AC)

Died c. 1040. No this isn't a rock group. Rather this trio of nephews of Saint Sigfrid of Wexlow, followed their uncle to the Swedish mission. The Benedictine monks were martyred at Wexlow (Växjö) by beheading. There bodies were buried deep in the forest but the heads, which had been thrown into the nearby lake, were recovered and enshrined in the church at Växjö until the Lutherans removed them. These three are venerated in Sweden (Benedictines, Husenbeth). 
 
 

Quelle: St. Patrick Catholic Church, 
http://www.saintpatrickdc.org/ss/0215.shtml (26.03.08)


 
 
SIGFRID

Also known as 
Sigfrid of Wexlow; Sigfrid of Vaexjoe; Apostle of Sweden

Memorial
15 February 

Profile 
Priest at York and/or Glastonbury in England. Monk. Evangelized in Norway, Sweden, Denmark. Converted Olaf, King of Sweden. While Sigfrid was away on a mission, his three nephews (Saints Winaman, Unaman and Sunaman), who had come to help with the work in Sweden, were beheaded by pagan raiders. Sigfrid returned, recovered their heads, and claimed they could talk, a claim that terrorized the pagans. King Olaf decided to execute the murderers, but Sigfrid spoke against capital punishment and the killers were spared. Olaf then ordered them to pay a large fine, but Sigfrid refused the blood money, and thus achieved such a moral high ground that his missions became even more successful. 

Born 
at Glastonbury, England 

Died 
c.1045 at Vaexjoe, Sweden 

Canonized 
by Pope Adrian IV 

Patronage
Sweden 

Representation 
travelling in a ship with two fellow bishops; baptizing King Olaf of Sweden; bishop menaced by devils; bishop carrying three severed heads; bishop carrying three loaves of bread (misrepresentation of the heads) 
 
 

Quelle: Patron Saints Index: Saint Sigfrid
http://saints.sqpn.com/saints13.htm (26.03.08)


 
 
 


BIBLIOTHEK DER ERZABTEI ST. OTTILIEN
UT IN OMNIBUS GLORIFICETUR DEUS
2008 by P. Siegfried Wewers OSB
No rights reserved